Der Blick ins Staudenbeet ist eine Wucht! Alles blüht, üppig, verschwenderisch, die Blüten in ihrer Vielfalt scheinen zu explodieren!
Genau dieses Gefühl wolle ich auf die Leinwand bringen. „Konventionelle“ Maltechniken schienen mir dafür jedoch nicht angebracht – viel zu wenig sprühend, zu bieder. Es mußte wilder sein, vielfältiger, sprühender.
Der Beginn war zunächst klassisch: ich legte Flächen an, strukturierte das Bild: gelb, die warmen Töne, eher in der Mitte, die kühleren, das Blau und das Türkis, eher am Rand.
Nach der ersten Trocknungsphase konnte ich die ersten dickeren Akzente setzen. Da sich die nassen Ölfarben nicht vermischen sollten, mußte ich zwischen jedem Arbeitsgang warten. Dann kamen jeweils die dickeren Pinsel, die Spachtel zum Einsatz.
Dieser Vorgang wiederholte sich, im Nachhinein geschätzt, 7 oder 8 mal.
Die letzten 2 oder 3 Arbeitsgänge bestanden dann darin, die feinen Punkte, die dünnen Linien, aufzutragen. Auch hierbei war es wichtig, daß der Untergrund getrocknet war, denn die zum Beispiel blauen feinen Punkte auf den dicken gelben Blüten wirken nur, wenn sie „Blau auf Gelb“ bleiben und nicht zu einem Grün sich vermischen. So entstand dann der Eindruck des vielfältigst blühenden sommerlichen Blumenbilds.
Farbexplosion im Sommergarten – Farbexplosion auf der Leinwand.
